Katzen

Wie beschäftige ich meine Katze richtig?

Von Sylvia Petronics

Indoor-Katze

Wenn Sie Ihrer vierbeinigen Mitbewohnerin keine Möglichkeit bieten können, ins Freie zu gehen (sei es in einen kleinen Garten, auf den Balkon oder gar unbegrenztes Umherstreifen in der Natur), müssen Sie darauf achten, Ihre Wohnung katzengerecht auszustatten. Dies beginnt mit einem stabilen Kratzbaum, auf dem das Tier nach Herzenslust klettern und seine Krallen schärfen kann und auf den es sich aber ebenso zum Beobachten oder Schlafen zurückziehen kann. Die in Handarbeit hergestellte Serie „The One“ von www.katzenbaumdesign.de vereint dabei alle Ansprüche von niveauvollem Wohnen mit den Bedürfnissen einer Katze. Der Katzenturm ist in zwei Größen verfügbar und sehr standsicher. Die verschiedenen Flächen sind durch Öffnungen zu erforschen, was den Spiel- und Entdeckungstrieb Ihres Tieres anregt.

Ein an den Wänden angebrachter Catwalk ist buchstäblich das höchste der Gefühle für eine Wohnungskatze. Von diesem Weg in luftiger Höhe aus kann Ihr Tier ganze Zimmer umrunden, denn Katzen lieben unerreichbare Aussichtspunkte und abgeschiedene Ruheplätze. Beziehen Sie also sichere, breitere Flächen zum Sitzen oder Liegen in den körperbreiten Steg mit ein. Wie ein an der Tür hängender Kleidersack mit Löchern sieht eine platzsparende Variante aus, mit der man seiner Katze einen Rast- und Versteckraum bieten kann.

Dieses sogenannte „Hanging Cat Condo“ kann in mehreren Formen an einer Tür angebracht werden und hat viele Ebenen sowie Ein- und Ausstiege. Ein ähnliches und kostengünstiges Modell ist – als Stauraum für Kinderspielzeug – im Möbelhandel zu bekommen (Achtung: Tragegewicht beachten!).

Outdoor-Mieze

Weist Ihr Domizil einen Garten oder Balkon auf, sichern Sie diese mit einem speziellen Katzennetz oder -gitter, um allzu neugierige vierbeinige Exemplare vor Ausbruchsversuchen zu schützen, die sie in Gefahr bringen können. Sie können Ihren Balkon in eine Oase für Katzen verwandeln, indem Sie hier ebenso artgerechte Spiel- und Ruheplätze anbringen. Dies kann in Formverbundener Kletterbäume sein oder mit mehreren gemütlichen Katzennestern. Wenn Sie Pflanzen als Schattenspender aufstellen, achten Sie darauf, dass diese für Katzen nicht giftig sind. Ein Verzeichnis finden Sie beispielsweise unter www.katze-und-du.at.

Wichtig ist, sowohl bei Wohnungen als auch bei Häusern, einen Kippschutz an den Fenstern anzubringen, damit sich tollkühne Katzen im Spalt eines gekippten Fensters nicht verletzen oder gar ersticken, wenn dieses durch Zugluft zufällt. Sichern Sie ebenfalls instabile Kästen und Kommoden vor dem Umfallen durch eine fixe Befestigung an der Mauer, wenn Ihr Tier gerne auf Möbeln herumturnt.

Spielen - Nahrung für den Geist

Im stationären Zoofachhandel sowie im Internet gibt es zahllose Intelligenzspiele, mit denen Sie Ihre Katze bei der Fütterung beschäftigen können. Natürlich können Sie selbst ein „Fummelbrett“ basteln oder einen prall gefüllten „Überraschungskarton“ zusammenstellen, um Ihr Tier und seinen Spieltrieb, aber gleichzeitig seine Intelligenz anzuregen und zu fordern. Clicker- oder Targettraining eignet sich bestens für Katzen, die lernfähig und beweglich sind, wenn es beispielsweise mit Agility kombiniert wird.

Während Sie Ihre Samtpfote mit dem Belohnungsgeräusch durch einen Clicker darauf abrichten, bestimmte Übungen auszuführen, sollten Sie sie dabei weder geistig überfordern noch körperlich zu sehr anstrengen. Ein Training dieser Art soll immer Spaß machen und mit einer Belohnung enden. Beim Agility meistert die Katze einen Parcours, durch den sie anhand eines Target-Stabes gelotst wird. Dieses optische Ziel an einer Stange erleichtert es dem Tier, sich auf die richtige Ausübung der Hindernisstrecke zu konzentrieren. Das heißt, Sie als Trainer zeigen Ihrer Katze mit dem Target- Stab an, dass sie durch einen Tunnel krabbeln, über Barrieren klettern, durch einen Reifen springen oder auf einen Hocker hüpfen soll.

Futter für den Körper

Daneben ist es wesentlich, dass die Katze immer frisches Trinkwasser zur Verfügung hat: ob in Form von fließendem oder stehendem Wasser hängt davon ab, was Ihr Tier bevorzugt. Es gibt Trinkbrunnen in verschiedenen Ausführungen, die an die Steckdose angeschlossen werden, geräuscharm sind und deren Filter regelmäßig ersetzt werden müssen, und Trinknäpfe, deren Wasser Natur mehrmals am Tag kleinere Beutetiere verzehren, kommt der Einsatz eines Futterapparates dieser Ernährungsweise am ehesten gleich.

Beschäftigung für Körper und Geist

Die Suche nach Fressen können Sie als Tierhalter gut steuern: Füllen Sie zum Beispiel Trockennahrungskroketten in einen Futterball. Durch dessen Löcher fallen die Nahrungsstückchen nach und nach heraus, wenn die Katze den Ball mit der Pfote oder der Schnauze anstupst. Verstecken Sie das Trockenfutter in Klopapierrollen, die Sie in einer Schuhschachtel mit dem Loch nach vorne befestigt haben oder in einer Kiste zwischen kleinen leichten Bällen: Beim Versuch, die Nahrung herauszupratzeln, wird die Katze geistig beschäftigt und körperlich fit gehalten.

Denn nur ein innerlich und äußerlich fittes Tier bleibt lange gesund, hat viele Jahre Spaß am Katzenleben und bereitet seinem Halter bei der gemeinsamen Beschäftigung viel Freude!

Fotocredits

(c) ingimage.com, fotolia.com - wckiw, fotowebbox


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